Praxis Carola Pengel

Traumatherapie 

Meistens denken wir bei ‚ÄěTrauma‚Äú zuerst an das klassische Schocktrauma. Verursacht wird dieses durch ein einzelnes Ereignis, wie einen Unfall, eine Verlust- oder Gewalterfahrung, das unsere Bew√§ltigungsstrategien akut √ľberfordert.

In unserer Gesellschaft viel verbreiteter ist jedoch eine eher versteckte Form von Traumatisierung: das Entwicklungstrauma, wozu auch Bindungsst√∂rungen geh√∂ren. Entwicklungstrauma entsteht durch Dauerstress in fr√ľhen Lebensjahren, pr√§gt unsere Pers√∂nlichkeit, das Erleben der Welt und auch unsere Beziehungen zu anderen Menschen.

Viele Menschen leiden unter den Folgen eines Traumas, ohne es zu wissen. Das f√ľhrt zu vielf√§ltigen Problemen, Beschwerden und den unterschiedlichsten Diagnosen.

Traumafolgestörungen РSymptome unserer Zeit

Traumafolgest√∂rungen k√∂nnen Ihren Alltag und Ihr Leben leidvoll machen und sich sehr unterschiedlich zeigen. Neben den typischen Symptomen nach einem Schocktrauma wie Gef√ľhls√ľberw√§ltigungen,¬†Vermeidungsverhalten und ungewolltes Wiedererleben leiden auffallend viele Menschen zunehmend an Symptomen, die sowohl Folge-Symptome von Schocktrauma als auch Entwicklungstrauma sind:

  • sich nicht entspannen k√∂nnen
  • nie wirklich zur Ruhe kommen
  • Stress mit Schlaflosigkeit
  • Angst- und Panikst√∂rungen
  • Antriebslosigkeit, Depressionen
  • chronische Schmerzen
  • ungesunde Bew√§ltigungsstrategien, S√ľchte, selbstverletzendes Verhalten oder Zw√§nge
  • k√∂rperliche oder emotionale Taubheit, das st√§ndige Gef√ľhl innerer Leere
  • schweren Schuld- oder Schamgef√ľhle, Selbsthass
  • das Gef√ľhl anders zu sein, fremd in der Welt, sich nie zugeh√∂rig zu f√ľhlen
Traumafolgest√∂rungen k√∂nnen Ihren Alltag und Ihr Leben leidvoll machen und sich sehr unterschiedlich zeigen. Neben den typischen Symptomen nach einem Schocktrauma wie Gef√ľhls√ľberw√§ltigungen, Vermeidungsverhalten und ungewolltes Wiedererleben leiden auffallend viele Menschen zunehmend an Symptomen, die sowohl Folge-Symptome von Schocktrauma als auch Entwicklungstrauma sind:

Der Weg zur Heilung – Vom √úberleben zum neuen Leben

Wenn Sie einige der oben beschriebenen Symptome kennen und wissen oder vermuten, dass Sie ein Trauma erlitten haben oder traumatischen Situationen in ihrer Kindheit ausgesetzt waren, dann macht es Sinn, sich damit zu besch√§ftigen. Es kann wohltuend sein, im Rahmen einer Traumatherapie eine mitfuŐąhlende Perspektive auf sich selbst zu entwicklen.

Traumatherapie hilft dabei, Sicherheit und Selbstvertrauen wiederzufinden und Erlebtes zu integrieren. 

Ich begleite Sie, wenn Sie ein Schockerlebnis verarbeiten möchten oder wenn ein Entwicklungstrauma und das Fehlen einer sicheren Bindung Ihr heutiges Leben beeinträchtigt.



‚ÄěIch bin nicht das, was mir passiert ist. Ich bin das, was ich entscheide zu werden.‚Äú

Carl Gustav Jung


Traumatherapie РTraumabewältigung РTraumaintegration

Carola Pengel - Traumatherapie Hannover

Damit alte Wunden und Verletzungen nicht l√§nger Ihr Leben bestimmen, ist ein vorrangiges Ziel, die natuŐąrliche Selbstregulation Ihres Nervensystems zu unterstuŐątzen. Wir legen den Fokus in der Therapie solange auf Ihre Stabilisierung und n√§hren Ihr SicherheitsbeduŐąrfnis, wie Sie es brauchen. Wichtige Zutaten fuŐąr ein Heilwerden sind die Erfahrung Ihrer Selbstwirksamkeit und unser Kontakt.

Gemeinsam entdecken wir Ihre Ressourcen und die bereits funktionierenden Bew√§ltigungsstrategien. So kann ein liebevoller Umgang mit sich selbst geuŐąbt werden und die eigene Lebendigkeit neu entdeckt werden.

Wenn es fuŐąr Sie hilfreich ist, blicken wir zusammen in die Vergangenheit. Eine Traumatherapie ist jedoch auch m√∂glich, wenn Sie das nicht m√∂chten oder gar keine konkreten Erinnerungen haben.

Wozu Traumatherapie?

Eine Traumatherapie kann eine Chance sein, in Ihre eigene Gesundheit hineinzuwachsen:

  • damit die Vergangenheit nicht mehr Ihre Zukunft bestimmt
  • um pr√§sent im Hier und Jetzt sein zu k√∂nnen
  • GefuŐąhle besser begrenzen zu k√∂nnen und nicht st√§ndig von Ihnen uŐąberschwemmt zu werden
  • um im eigenen K√∂rper anzukommen, ihn wieder mehr zu spuŐąren
  • die F√§higkeit, sich selbst zu tr√∂sten oder Trost durch andere Menschen anzunehmen
  • eigene Grenzen fuŐąhlen und nach au√üen setzen zu k√∂nnen
  • um in Kontakt gehen und Beziehungen gestalten zu k√∂nnen
  • sich selbst Wert zu geben
Carola Pengel - Traumatherapie Hannover

FAQ РHäufig gestellte Fragen zur Traumatherapie

Der Begriff ‚ÄěTrauma‚Äú ist griechischen Ursprungs und bedeutet ‚ÄěWunde‚Äú oder ‚ÄěVerletzung‚Äú. Verursacht wird ein psychisches Trauma durch ein Ereignis, eine Situation oder eine Serie von Erlebnissen, die fuŐąr einen Menschen extrem bedrohlich, verletzend und uŐąberw√§ltigend sind. Betroffene erleben GefuŐąhle von Ohnmacht und Hilflosigkeit, Ausgeliefertsein, Alleingelassensein, Panik, Todesangst oder auch Ekel und Scham. 

Es ist wichtig zu wissen, dass nicht jeder Mensch, der Schlimmes erlebt hat, automatisch traumatisiert ist. Manchmal heilt ein Trauma – eine offene Wunde – von alleine und manchmal braucht der Heilprozess vielleicht professionelle UnterstuŐątzung und mehr Zeit.

Bei Gefahr oder in einer bedrohlich erlebten Situation k√∂nnen wir mit Kampf oder Flucht reagieren. Hierf√ľr stellt der K√∂rper rasend schnell enorme Kraftreserven zur Verf√ľgung. Sind beide Reaktionsmuster nicht m√∂glich, findet die zus√§tzliche Energie kein Ventil und kann nicht freigesetzt werden. Um im Moment maximaler Todesangst und h√∂chster Gefahr doch noch zu √ľberleben, f√§llt der Organismus in eine komplette Erstarrung. Dieser schockartige Erstarrungszustand kann zur Dissoziation oder sogar Ohnmacht f√ľhren. Dissoziation f√ľhrt dazu, dass der Mensch, das was er da erlebt wie ‚Äěnicht ihm geschehend erleben kann‚Äú. Es ist ein wichtiger Schutzmechanismus mit der M√∂glichkeit nach innen zu fliehen, wenn die √§u√üere Flucht unm√∂glich ist.

Abhängig von unserer individuellen Widerstandsfähigkeit (Resilienz) kann eine schreckliche Erfahrung Spuren hinterlassen. Manchmal kommen unsere Psyche und unser Körper nach einem Ereignis einfach nicht mehr zur Ruhe. Diese Stressreaktion behindert jedoch die Verarbeitung des Erlebten. Das Geschehene bleibt dann quasi im Arbeitsspeicher des Gehirns hängen und kann nicht in die eigene Biographie integriert werden.

Betroffene leiden oft unter √ľberflutenden Gef√ľhlen von Angst und Panik und versuchen mit gro√üem Energieaufwand, sich aufdr√§ngende Erinnerungen zu vermeiden. Manchmal wird das traumatische Ereignis aber auch gar nicht oder nur noch teilweise erinnert. Bilder, Ger√ľche oder Ger√§usche bleiben als Fragmente im Bewusstsein h√§ngen und durch Ausl√∂sereize (Trigger) kann es dann zu spontanen Flashbacks kommen. Wenn Betroffene auch Wochen, Monate oder Jahre nach einem traumatischen Ereignis in einem Zustand st√§ndiger √úbererregung oder chronischer Starre verharren und seelische und/oder k√∂rperliche Beschwerden haben, die vor dem Ereignis nicht vorhanden waren, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass eine posttraumatische Belastungsst√∂rung (PTBS) vorliegt.

Neben einer PTBS k√∂nnen auch weitere Beschwerden auftreten: Depression, Burnout, somatoforme St√∂rungen, Zwangs- und Essst√∂rungen, Pers√∂nlichkeitsst√∂rungen mit ernsten Folgen f√ľr Betroffene selbst und auch deren Umfeld.

Eine vor√ľbergehende oder dauerhafte Traumafolgest√∂rung kann die Folge einer √úberforderung der Psyche bei der Verarbeitung eines Erlebnisses sein. Auch nicht so dramatische Erlebnisse k√∂nnen traumatisierend sein, wenn sie zum wiederholten Male zum Thema werden. Eine posttraumatische Belastungsst√∂rung¬†(PTBS)¬†kann die Folge sein. Das Erleben und Verarbeiten eines traumatischen Ereignisses ist von Mensch zu Mensch verschieden. Prinzipiell k√∂nnen alle Menschen ‚Äď ganz ungeachtet ihres Alters und ihres Geschlechts ‚Äď an einer posttraumatischen Belastungsst√∂rung erkranken. In den meisten F√§llen ist¬†eine Traumatherapie angebracht.

Entwicklungstrauma entsteht in der Kindheit, wenn ein Kind √ľber einen langen Zeitraum nicht gen√ľgend Sicherheit und eine dauerhafte emotionale Verbundenheit erf√§hrt, sich hilflos f√ľhlt, unterdr√ľckt wird und/oder¬†psychische/physische¬†Gewalt erlebt.

Kinder, denen im h√§uslichen Umfeld schlimme Dinge passieren, k√∂nnen weder k√§mpfen noch fl√ľchten. Sie sind allen bedrohlichen Situationen ausgeliefert und m√ľssen diese irgendwie aushalten. Jahre sp√§ter k√∂nnen Betroffene oft keine konkreten Ereignisse herausgreifen, die besonders schlimm waren, weil sie entweder zu jung waren (vorsprachliche Zeit) und/oder das Erlebte in ihrer Familie ganz einfach ihre ‚ÄěNormalit√§t‚Äú war.

Entwicklungstrauma und Bindungstrauma gehen oft Hand in Hand. Ein Heranwachsen mit Bezugspersonen, die nicht so da sein wollten oder konnten, wie ein Kind es gebraucht h√§tte, bedeutet enormen innerem Stress. Das in den fr√ľhesten Jahren noch extrem st√∂ranf√§llige Nervensystem des Kindes nimmt durch diesen Dauerstress gro√üen Schaden. Durch fehlende Bindung in fr√ľhen Lebensjahren kommt es zu Beeintr√§chtigung in der Entwicklung ‚Äď mit oft schwerwiegenden Folgen bis ins Erwachsenenalter. Auch ungewollte Bindungsunterbrechnungen z.B. durch einen Krankenhausaufenthalt k√∂nnen gravierende Auswirkungen auf die Entwicklung und sp√§tere Bindungsf√§higkeit haben (Bindungstrauma).

F√ľr Erfahrungen, wie:

  • nicht gesehen zu werden
  • fehlender Kontakt, W√§rme und Trost
  • fehlendes Spiegeln der kindlichen Gef√ľhle und Wahrnehmung
  • fehlende Stressregulation durch Bezugspersonen (S√§uglinge schreien lassen, nach Uhrzeit f√ľttern, ins Nebenzimmer verbannen)
  • eine sehr rigide Erziehung
  • Verwahrlosung

gab es nat√ľrlich oft auch Gr√ľnde. Bezugspersonen, die gro√üe Sorgen, √Ąngste hatten, permanente Geldnot litten, selbst krank und/oder traumatisiert waren und deshalb psychisch oder emotional nicht anwesend sein konnten.

Die wichtigen Menschen in unserem Leben Рunsere oft ja nicht freiwillig ausgesuchten Bezugspersonen Рsind selber sehr oft Betroffene von Lebenstraumata. Sie sind, ohne es bewusst verarbeiten zu können, mit alten Wunden beschäftigt gewesen und haben manchmal auf diese Weise, ohne es zu wollen, Ihre Verletzungen weitergegeben.

Nicht zu vergessen, die gro√üe Zahl der Heranwachsenden, f√ľr die das Zuhause nie ein sicherer Ort war, weil sie elterlicher Willk√ľr und Gewalt ausgesetzt waren. Viele Kinder sind √ľber Jahre mit j√§hzornigem, cholerischem Verhalten einer Bezugsperson konfrontiert und mu√üten anhaltende Grenzverletzungen, Abwertungen und verbale oder k√∂rperliche Attacken ertragen. Sexueller Missbrauch ist dabei besonders traumatisch.

Die komplexe Posttraumatische Belastungsstörung (kPTBS) ist eine Diagnose bei Menschen, die in ihrer Kindheit Derartiges erfahren haben.

Das Schocktrauma ist ein einzelnes traumatisierendes Ereignis, bei dem wir Gef√ľhle von Ausgeliefertsein und Hilflosigkeit erleben und unser vertrautes Sicherheitsger√ľst massiv ersch√ľttert wird. Z. B. die Erfahrung von psychischer und k√∂rperlicher (sexueller) Gewalt, der √ľberraschende Verlust eines geliebten Menschen , das Erleben eines √úberfalls oder Unfalls (auch als Zuschauer). Aber auch eine notwendige Operation kann f√ľr einen Menschen Extremstress darstellen und zum Trauma f√ľhren.

Eine Situation muss also nicht immer lebensbedrohlich gewesen sein, es reicht, wenn es sich f√ľr den Betroffenen so angef√ľhlt hat. Urs√§chlich f√ľr eine Traumatisierung ist nie das Ereignis an sich sondern das individuelle Erleben. Neben diesem klassischen Schocktrauma, bei dem eine fr√ľhzeitige Krisenintervention sinnvoll sein kann, um einer Traumafolgest√∂rung vorzubeugen, gibt es auch das Entwicklungstrauma und Bindungstrauma.

Ein urspr√ľngliches Modell der Traumatherapie bestand aus 3 aufeinanderfolgende Phasen:

Phase der Stabilisierung:¬†Dies ist die Grundlage der Therapie und die bedeutendste Phase. Oft nimmt diese Phase die meiste Zeit der Therapie in Anspruch. In dieser ersten Behandlungsphase lernen Sie mithilfe verschiedener Techniken, mit den √ľberw√§ltigenden Bildern des Traumas, mit den √Ąngsten, den Albtr√§umen, den selbstverletzenden Impulsen und den Suizidgedanken zurechtzukommen. Hilfreich sind sowohl speziell f√ľr diesen Zweck konzipierte Methoden als auch das Ein√ľben von Entspannungstechniken.

Phase der Traumabew√§ltigung: Es findet eine gezielte Traumkonfrontation statt, um die belastenden Ereignisse und deren Folgen zu verarbeiten. Achtung: F√ľr viele Patientinnen und Patienten ist eine Traumakonfrontation aus verschiedensten Gr√ľnden jedoch nicht m√∂glich oder sie w√ľnschen keine Traumabegegnung.¬†Dann kann kontinuierliche Stabilisierungsarbeit dabei helfen, ein zufriedenes Leben zu f√ľhren.

Integrationsphase: In dieser Behandlungsphase geht es darum, das Erlebte, das nicht ungeschehen gemacht werden kann, zu akzeptieren und neue Perspektiven zu entwickeln.

Da im Leben nichts stets geradlinig verl√§uft, √ľberlappen und erg√§nzen sich diese Phasen auf vielschichtige Weise und k√∂nnen sich auch mehrmals wiederholen.

Die Stabilisierung durchzieht den gesamten Behandlungsprozess. Sie spielt eine kontinuierliche Rolle und dient dazu, Ihre Lebensqualität schnellstmöglich zu verbessern.

Ziele in der Traumatherapie können je nach individueller Situation variieren; das Wichtigste ist jedoch, dass es Ihnen besser geht!

Über allem steht die Verbesserung Ihrer Lebensqualität, die Möglichkeit wieder positive Beziehungen zu anderen aufzubauen und Ihre persönlichen Ziele zu verfolgen.

Ressourcenst√§rkung: Die Therapie unterst√ľtzt dabei, innere Ressourcen und Bew√§ltigungsmechanismen zu st√§rken, um Ihre Widerstandsf√§higkeit gegen√ľber zuk√ľnftigen Stressoren zu erh√∂hen.

Verarbeitung von Erinnerungen: Therapie sollte dabei helfen, traumatische Erinnerungen auf eine gesunde Weise zu verarbeiten, um ihre Intensit√§t und die damit verbundenen belastenden Symptome wie Angst, Panikattacken, Albtr√§ume und Flashbacks zu reduzieren oder zu kontrollieren. Eine Verarbeitung gelingt √ľber das Zug√§nglichmachen und Neu-Einordnen der traumatischen Erfahrungen unter kontrollierten Bedingungen. Dazu muss das Trauma in Teilen aktualisiert, also wieder zug√§nglich gemacht werden. In diesem unsicheren Zustand kann durch die Befreiung des Traumas von fehlgeleiteten Selbstbewertungen eine erste Besserung eintreten. Eine wirksame Traumatherapie besteht darin, Sie mit dem Erlebten auf eine so wenig belastende Weise wie m√∂glich zu konfrontieren.

Die Traumatherapie kann √§u√üerst hilfreich sein, aber es gibt auch potenzielle Risiken, die bei der Durchf√ľhrung dieser Art von Therapie ber√ľcksichtigt werden sollten. Einige der Risiken sind:

Re-Traumatisierung: W√§hrend der Therapie k√∂nnen bestimmte Themen oder Techniken traumatische Erinnerungen ausl√∂sen und zu einer Verschlechterung der Symptome f√ľhren, anstatt zu einer Verbesserung. Aber auch¬†unabh√§ngig von einer Traumatherapie¬†kann es im Alltag durch gewisse Ausl√∂ser zu einer Retraumatisierung kommen.¬†

Verst√§rkung der Symptome: In einigen F√§llen kann die Traumatherapie vor√ľbergehend die Symptome verst√§rken, bevor eine Besserung eintritt.

Emotionale √úberforderung: Das Eintauchen in traumatische Erinnerungen kann kurzfristig zu einer √ľberw√§ltigenden emotionalen Reaktion f√ľhren.

Verlust von Kontrolle: Die Konfrontation mit traumatischen Inhalten kann das Gef√ľhl der Kontrolle √ľber die eigenen Emotionen und Gedanken beeintr√§chtigen, was zu Angst oder Panik f√ľhren kann.

Belastung der Beziehungen: Während der Therapie können schwierige Themen aufkommen, die das soziale Umfeld belasten könnten.

Eine gute Kommunikation zwischen uns und die Wahl angemessener Techniken ist einscheidend, um diese potenziellen Risiken m√∂glichst gering zu halten, fr√ľhzeitig erkennen und ansprechen zu k√∂nnen.

Der Begriff „Posttraumatische Belastungsst√∂rung“ (PTBS) oder „Post Traumatic Stress Disorder“ (PTSD) auf Englisch bezieht sich auf die Reaktion des K√∂rpers und des Geistes auf au√üergew√∂hnlich stressige oder traumatische Ereignisse. Der Begriff ‚ÄěStress“ betont die starke Belastung, die der K√∂rper und die Gedanken w√§hrend und nach einem extrem traumatischen Ereignis erfahren.

1. Stress des Ereignisses: Die extremen Stressreaktionen während des Ereignisses können langanhaltende Auswirkungen auf die psychische Gesundheit haben.

2. Anhaltender Stress: Menschen mit PTBS erleben anhaltenden Stress, selbst nachdem das Ereignis vorbei ist. Das Trauma wirkt in ihren Gedanken und Erinnerungen weiterhin stark belastend.

Die häufigsten Symptome einer PTBS sind:

  • Wiedererleben des Traumas: Betroffene erleben immer wieder ungewollte Erinnerungen, Albtr√§ume oder Flashbacks, bei denen sie das Trauma erneut durchleben.
  • Vermeidung und Bet√§ubung: Menschen mit PTBS versuchen oft, Gedanken, Gef√ľhle oder Orte zu vermeiden, die sie an das Trauma erinnern. Sie k√∂nnten auch ein allgemeines Gef√ľhl der Bet√§ubung, Entfremdung oder Desinteresse an fr√ľheren Aktivit√§ten erleben.
  • Steigerung der Erregung: Das kann sich in Reizbarkeit, Wutausbr√ľchen, √ľberm√§√üigem Schrecken, Schlafst√∂rungen und Konzentrationsschwierigkeiten √§u√üern.
  • Negative Ver√§nderungen in Gedanken und Stimmung: Betroffene k√∂nnten negative Gedanken √ľber sich selbst oder andere haben, sich schuldig f√ľhlen, Schwierigkeiten haben, positive Emotionen zu empfinden, oder ein Gef√ľhl der Entfremdung von anderen versp√ľren.

Methoden in der Traumatherapie

Da der Schwerpunkt einer Traumatherapie auch von der Art der Traumatisierung abh√§ngt, stehen uns verschiedene Ans√§tze zur Verf√ľgung:

  • Arbeit mit Pers√∂nlichkeitsanteilen, Teilemodell Ego-States
  • Imaginations√ľbungen (Screen- und Containment-Techniken)
  • Somatische Emotionale Integration (SEI¬ģ) – bindungsorientierte K√∂rperpsychotherapie nach Dami Charf
  • behutsame Trauma-Integration mit TRIMB nach Ellen Spangenberg/Ingrid Olbricht
  • EMDR
  • systemische Methoden
  • Klassische Hom√∂opathie
Carola Pengel - Traumatherapie Hannover - Methoden

Kosten Traumatherapie

60 Min. Einzeltherapie – 70,00 ‚ā¨
90 Min. Einzeltherapie – 90,00 ‚ā¨

Eine Abrechnung √ľber die gesetzliche Krankenversicherung ist leider nicht m√∂glich. Private Krankenversicherungen und private Zusatzversicherungen erstatten Heilpraktikerleistungen h√§ufig ganz oder anteilig. Bitte erkundigen Sie sich im Vorfeld bei Ihrer Krankenversicherung.

EMDR

Carola Pengel - Traumatherapie Hannover - Methoden

EMDR ist in der Behandlung einer posttraumatischen Belastungsst√∂rung und anderen Traumafolgest√∂rungen wirksam. Mittlerweile findet die Methode aber auch bei Angstst√∂rungen, Phobien, Depressionen, Schmerzzust√§nden, substanzgebundenen S√ľchten (besonders im Zusammenhang mit einer Traumafolgest√∂rung) Anwendung und die Indikation weitet sich immer mehr aus‚Ķ..

Homöopathie, Schulmedizin und die Frage der wissenschaftlichen Anerkennung

Hom√∂opathisch zu arbeiten, bedeutet f√ľr mich keinesfalls, schulmedizinische Verfahren pauschal abzulehnen. Notwendige Medikamente werden nicht abgesetzt, anderweitig erforderliche Ma√ünahmen werden nicht verz√∂gert, schulmedizinische Untersuchungsergebnisse und Laborwerte helfen mir sogar zur klinischen Orientierung und als Verlaufsparameter. Einziger Ma√üstab einer Behandlung darf hier das Wohl eines Menschen sein.

Eine Erklärung des Wirkmechanismus der Homöopathie ist derzeit nicht bekannt.

George Vithoulkas (Hom√∂opath und Tr√§ger des alternativen Nobelpreises) hat einmal gesagt: ‚Äě‚Ķ h√§tten die Wissenschaftler, die die Elektrizit√§t entdeckten, darauf bestanden, dieses Ph√§nomen vor seinem Einsatz erst erkl√§ren zu k√∂nnen, dann st√ľnden wir h√∂chstwahrscheinlich heute noch im Dunklen.‚Äú

Es liegen inzwischen einige hochinteressante Studien und Forschungsprojekte zur Homöopathie vor, die ihre Wirksamkeit nicht nur auf Placebo-Wirkungen reduzieren.
Wenn Sie sich umfassend √ľber den Stand der Hom√∂opathie-Forschung informieren wollen, weise ich auf folgende Websites hin:

https://www.vkhd.de/therapeuten/homoeopathie-forschung
https://www.dzvhae.de/homoeopathie/forschung
https://www.carstens-stiftung.de/homoeopathie.html
http://www.wisshom.de
http://www.informationen-zur-homoeopathie.de
https://www.arscurandi.de/forschung-homoeopathie/grundlegende-einfuehrung/
https://www.hri-research.org/de/informationsquellen/homeopathy-faqs/
https://www.vithoulkas.com/research/scientific-papers

Ego-State-Therapie

Ego-State-Therapie ist eine psychotherapeutische Methode, die von einer inneren Vielfalt ausgeht und gut mit anderen Ansätzen kombiniert werden kann.

Der Psychoanalytiker Paul Federn hat den Begriff ‚ÄěEgo State‚Äú eingef√ľhrt, da Freuds Konzept der seelischen Instanzen – Ich, Es und √úber-ich – die Komplexit√§t unser Pers√∂nlichkeit nicht ausreichend erfassen konnte.

Helen und John Watkins entwickelten das Persönlichkeitskonzept Ego States = Ich-Zustände ab 1980 dann weiter zu einer eigenständigen Therapieform Рder Ego-State-Therapie.

Gerade um die Vielschichtigkeit der menschlichen PersoŐąnlichkeit, ihre inneren WiderspruŐąche und Spannungen, aber auch fuŐąr verletzte Bereiche unserer Seele eine anschauliche Vorstellung zu haben, hat sich das Ego-State-Modell in der Praxis bewaŐąhrt.

Demnach gibt es kein konsistentes Ich in uns, sondern wir bestehen aus verschiedenen Anteilen, den Ich-Zust√§nden. Die meisten bilden sich in der Kindheit. Manche Ego-States entstehen als Folge einer Dissoziation, die das UŐąberleben angesichts maximaler Bedrohung ermoŐąglichten. Jeder dieser Ich-Zust√§nde hat eigene Pers√∂nlichkeitsz√ľge, Emotionen, Denkweisen und F√§higkeiten.

Wenn wir sagen „ein Teil von mir“ sprechen wir √ľber einen Ego-State. Die verschiedenen Ich-Zust√§nde bereichern unser Leben – aber manchmal sind zwei Ego-States miteinander im Konflikt, dann f√ľhlen wir Ambivalenz und haben M√ľhe, eine Entscheidung zu treffen. Auch ein unruhiger, verdr√§ngter oder abgespaltener Ich-Zustand erzeugt eher unerw√ľnschte emotionale Reaktionen. Kurz: Probleme entstehen, wenn verschiedene States nicht miteinander in Kontakt sind oder gegeneinander arbeiten, weil sie unterschiedliche Interessen, BeduŐąrfnisse und Entwicklungsstadien haben.

Gerade traumatisierte Menschen erleben oft gro√üe Angst – auch mit dem Gedanken verr√ľckt zu wenden – wenn sie erstmalig ihre autonomen PersoŐąnlichkeitsanteile in sich wahrnehmen und ihre Dissoziation realisieren. Jemandem dann zu vermitteln, dass die Existenz von Ego-States eine kreative Strategie ihrer Psyche ist, um belastende Ereignisse uŐąberstehen zu koŐąnnen, wirkt oft schon als Entlastung fuŐąr die Betroffenen und damit als erster Stabilisierungsschritt.

Unter dem Konstrukt ‚ÄěEgo-State‚Äú ist es m√∂glich, direkt mit dem Pers√∂nlichkeitsanteil zu arbeiten, dem Ver√§nderung gerade am meisten n√ľtzt, z.B. durch Imaginationen oder Aufstellungen. So kann der/die Klient*in Zugang zu bisher nicht zug√§nglichen Erinnerungen und Gef√ľhlen gewinnen und eine innere Verarbeitung wird m√∂glich.

In der Therapieform geht es also vor allem darum, zu moŐąglichst vielen Anteilen verbindende Kontakte zu knuŐąpfen, um eine intrapsychische Kommunikation herzustellen. Zentrales Anliegen der Ego-State-Arbeit ist, die einzelnen Anteile durch Aufbau einer wertsch√§tzenden Beziehung und ihre Vernetzung miteinander in ein inneres Team zu integrieren. Ein Nebeneinander von widerstrebenden Tendenzen und Meinungen darf sein, Kooperation und innere Demokratie wird angestrebt, da alle Anteile fuŐąr den Gesamterhalt des Systems wichtig sind. Die hierdurch erm√∂glichte Zusammenarbeit der inneren Anteile f√ľhrt langfristig zu einer erfolgreichen Bew√§ltigung von Alltagssituationen.

Anwendungsbereiche der Egostatetherapie sind z.B. TraumafolgestoŐąrungen (Posttraumatische BelastungsstoŐąrung oder dissoziativen Pers√∂nlichkeitsst√∂rungen) und auch Borderline-Pers√∂nlichkeitsst√∂rungen.

DAI

Dialogische aktive Imagination (im folgenden DAI genannt) wurde von Gerhard Tiemeyer entwickelt und bedient sich der nicht-direktiven Form der Hypnose und beinhaltet keine Suggestionen durch den Therapeuten/die Therapeutin. Es wird bewusst mit den eigenen inneren Bildern, Gedanken und Selbsterfahrungen gearbeitet.

Die Beschreibung der Methode stammt vom Begr√ľnder selbst:

„DAI ist eine Methode, mit Vorstellungen, Imaginationen so zu arbeiten, dass ein Gespr√§ch mit dem Unbewussten m√∂glich wird. Die Methode verbindet Elemente der Hypnose und der gewaltfreien Kommunikation mit tiefenpsychologischen Erfahrungen nach C.G. Jung.“

Dialogische aktive Imagination

¬Ľ ist autonomief√∂rdernd
¬Ľ wirkt auf der Ebene der Verhaltens√§nderung effektiv
¬Ľ kann eine tiefenpsychologische, pers√∂nlichkeitsbildende Erfahrung ansto√üen und begleiten
¬Ľ trainiert achtsames Bewusstsein und eine demokratische, gewaltfreie Haltung mit sich und mit anderen

Hypnosystemische Methoden

Etwa um 1980 entwarf Dr. med. Gunther Schmidt sein hypnosystemisches Integrationsmodell. In diesem verband er das systemisch-konstruktivistische Denken mit den Ressourcen- und lösungsorientierten hypnotherapeutischen Konzepten von Milton Erickson zu einem ganzheitlichen Konzept, das sich in Anlehnung an aktuelle neurophysiologische Forschungsergebnisse kontinuierlich weiterentwickelt.

Nach Schmidt wird alles Erleben durch Aufmerksamkeitsfokussierung erzeugt. Jedes Individuum konstruiert – meist unbewu√üt – jeden Moment seines Lebens, mit Hilfe seiner f√ľnf Sinne.

Auch ein Problem ist eine selbsterzeugte Realit√§t, die in zwei Teilbereiche aufgespaltet ist. Es braucht einen erlebten IST-Zustand und einen davon abweichenden gew√ľnschten SOLL-Zustand. Probleme sind so als Botschafter von Bed√ľrfnissen zu verstehen. Oft unbewu√üt, richten wir unsere ganze Aufmerksamkeit auf ein Problem. Unsere Wahrnehmung ist dann so eingeschr√§nkt, dass wir in eine Art Problemtrance fallen und L√∂sungen nicht mehr sehen k√∂nnen.

Wesentliches Arbeitsziel ist es, einem Menschen seine unbewußten Ressourcen zugänglich und nutzbar zu machen, damit er/sie umfokussieren kann und aus seiner/ihrer Problemtrance herausfindet. Dabei bietet die Verbindung systemischer Beratungskonzepte mit den kompetenzorientierten Hypnokonzepten neue Wege.

Wie im systemischen Ansatz √ľblich, findet sowohl das innere System (inneres Team, Episodenged√§chtnis, eigene Wahrnehmung) als auch das √§u√üere System (Familie,¬† Freundschaften, Arbeitsbeziehungen) Beachtung. W√§hrend die systemische Therapie sich jedoch vor allem auf musterhafte Dynamiken innerhalb von Beziehungssystemen konzentriert, wird hier die Betrachtung durch Einbeziehung der Psyche des betroffenen Individuums erweitert. Individuelle Verhaltensweisen, Reaktionen und Emotionen werden durch intrapsychische Musterdynamiken erklaŐąrt, die aus der Hypnotherapie von Erickson stammen.

Auch der Hypnosystemische Ansatz arbeitet mit dem Konstrukt der Pers√∂nlichkeitsanteile –¬† den Ego-States – √§hnlich wie Schulz von Thun mit dem ‚Äěinneren Team‚Äú. Menschen werden als multiple Pers√∂nlichkeiten mit vielen Ichs verstanden. Ein Teil-Ich kann dann z.B. s√ľchtig sein oder sich depressiv f√ľhlen. Diese Ich-Anteile werden abh√§ngig vom Kontext und einer Bezugsgruppe aktiviert und gelebt. Das impliziert, dass niemals der ganze Mensch s√ľchtig ist oder in einer Depression steckt. Es gibt in ihm/ihr auch andere Seiten, wo er/sie kompetent und kraftvoll ist. Diese Erlebnisnetzwerke des Gehirns sind nur gerade nicht aktiviert.

In die hypnosystemische Betrachtungsweise flie√üen stets aktuelle Erkenntnisse der Neurobiologie, der Embodiment- und der Resonanz-Forschung ein. Hieraus werden alle Strategien abgeleitet. Da jedes Erleben immer kontextbezogen und autopoietisch erzeugt wird, stellt es eine autonome Leistung dar. Im Fokus der Therapie steht die Aktivierung einer optimalen Selbststeuerung des Klienten/der Klientin und die kontinuierliche √úberpr√ľfung der Zieldienlichkeit f√ľr seine/ihre Anliegen. Hypnosystemische Interventionen, wie Alltagstrancen im Gespr√§ch, werden genutzt, damit Menschen lernen, wie sie zieldienlichere Kompetenznetzwerke selbstst√§ndig aktivieren. So k√∂nnen sie ihre Wahrnehmung eigenst√§ndig ver√§ndern und ein positiveres Erleben erzeugen. Diese Erfahrung st√§rkt das Gef√ľhl der Selbstwirksamkeit und beugt emotionale Abh√§ngigkeiten vom Therapeuten vor.

Dieser Text wurde von mir in eigenen Worten wiedergegeben – die Quelle sind Seminare von Gunther Schmidt und sein Buch „Liebesaff√§ren zwischen Problem und L√∂sung. Hypnosystemisches Arbeiten in schwierigen Kontexten.‚Äú

Systemische Therapie

Die Systemische Therapie ist ein psychotherapeutisches Verfahren.

Sie hat keinen konkreten Vater oder eine Mutter, vielmehr hat sich die Therapieform aus der Familientherapie der 1950-iger Jahren in den USA entwickelt. Mangelnde Therapieerfolge bei der Behandlung von psychotischen Menschen erlaubte die Erkenntnis, dass in nahezu allen Fällen Familienmitglieder in die Problematik involviert waren. Deshalb weitete man den Blickwinkel in der Therapie auf die Familien aus.

Erstmals stand nicht mehr alleine ein Patient mit seinem Problem isoliert im Mittelpunkt, sondern der Blick wurde auf den gr√∂√üeren Zusammenhang, auf das Ganze, das System, in dem sich der Mensch befindet und in dem das Problem auftrat, betrachtet. Dabei r√ľckten in den Fokus der Aufmerksamkeit die Beziehungen zwischen den einzelnen Menschen, die wechselseitigen Abh√§ngigkeiten, Beeinflussungen und Interaktionen untereinander.

Der systemische Ansatz löste durch ein neues zirkuläres Verständnis das bisher dominante kausal-lineare Erklärungsmodell ab.

Bedeutend f√ľr die Entwicklung der Therapie sind die Annahmen des Konstruktivismus. Aus kontruktivistischer Sicht erschafft sich jedes Individuum seine Realit√§t aus Sinnesreizen und Ged√§chtnisleistung selbst. Wobei diese Wirklichkeitskonstrukte durch pers√∂nliche Filter und Erfahrungen biografisch verschr√§nkt sind. Und auch wenn wir nicht in der Lage sind, die Welt ‚Äěwirklich‚Äú zu erkennen, weil wir unsere individuelle Wirklichkeit erschaffen, so erm√∂glicht unser Bewusstsein unser Beobachten zu beobachten (Kybernetik zweiter Ordnung).

Systemisches Denken ist also von Konzepten wie Zirkularität und Selbstorganisation geprägt. Der Mensch wird als ein sich selbst organisierendes System verstanden, eingebettet in das System seiner Umwelt, das er wahrnimmt und von dem er wahrgenommen wird. Wenn sich ein Mensch im System ändert, ändert sich das ganze System.

Ung√ľnstige Kommunikationsmuster oder gest√∂rte Beziehungen innerhalb eines Systems k√∂nnen die Gesundheit einzelner Mitglieder beeintr√§chtigen. Der Fokus in der Therapie liegt aber nicht so sehr darauf, krankmachende Einfl√ľsse zu finden, denn es wird davon ausgegangen, dass jede St√∂rung auch einen bestimmten Zweck im System erf√ľllt.

In der Systemischen Therapie wird versucht, systemfördernde Verhaltensweisen, Muster und Bewertungen zu hinterfragen, umzuwandeln und so Lösungsansätze zu entwickeln.

Eigene Perspektiven können reflektiert, erweitert oder verändert werden. Durch zirkuläre Fragen oder auch Aufstellungen (Familienaufstellungen, Struktur-Aufstellungen, Systembrett) können andere Sichtweisen und Perspektiven eingenommen werden, die hilfreiches Erleben von Unterschieden erlauben, wodurch sich Lösungen ergeben. Veränderungen in einem System wirken sich dann auf alle Mitglieder aus.

Es kann jedoch nicht auf ein vorgegebenes Ziel hingearbeitet werden, sondern bestenfalls ein Ansto√ü f√ľr v√∂llig ergebnisoffene, unvorhersehbare Prozesse gegeben werden.

Die Systemische Therapie arbeitet sowohl mit Familien, Paaren und Organisationen als auch mit Einzelpersonen.

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner